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Aus Gewohnheit rede ich Auguste mit Mutti an und
seltener, eher aus Versehen mit Mama. Sie hat sich damit
inzwischen abgefunden und will auch gar nichts anderes
mehr von mir hören. Da muß ich mir gar nichts weiter bei
denken, Auguste hat schon so viel durchgemacht, daß es
darauf nun wirklich nicht mehr ankommt.
Zum Essen setze ich mich zu Auguste an den Tisch. Es ist
ja traurig, daß man sich nicht öfter sehen kann, aber sie
verstünde das schon. Hier kann ja kein Mensch glücklich
werden. Ich solle mit Gisela bloß nicht denselben Fehler
machen, wie damals sie und Friedrich. Gesättigt krieche ich
wieder unter den Tisch.
In der kleinen Küche wäre ich für Auguste nur ein lästiger
Fremdkörper, und wenn Gisela nicht dabei ist, spare ich
mir die höfliche Frage-Floskel à la
wirklich nicht?
Soll ich wirklich nicht
?.
Die Kette mit den mal in kürzeren, mal in größeren Abstän-
den aufgefädelten Beinahe- oder Doch-nicht-Liebessperlen
wickelt sich um die Jahre, verhakt sich in den Strümpfen.
Dann wollen zwei sich endlich nicht immer an derselben Stelle
Laufmaschen einfangen. Gisela und ich.
Gisela zuckt beim ersten Kennenlernen meiner Eltern mit kei-
ner Wimper. In der Tat ist es vor allem ihre Lebensfreude, die
ich an Gisela so schätze. Das Gepäck ist schon vor die Haus-
tür geschafft. Der Stau vor, bei und nach München hat unsere
Ankunft zwar verzögert, wir sind aber noch im Rahmen der
angekündigten Zeit geblieben.
Sind die überhaupt zu Hause?
Aber ja doch, wart nur ab.
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